Title
Literatur als "Wiederholungstäterin" Dürrenmatts Werke zwischen Text und Film Literatur als "Wiederholungstäterin" Dürrenmatts Werke zwischen Text und Film
Author
Faculty/Department
Faculty of Arts. Translators and Interpreters
Publication type
bookPart
Publication
Villeneuve d'Ascq :Université Charles-de-Gaulle - Lille 3, [*]
Subject
Mass communications
Literature
Source (book)
Littérature et cinéma dans l'espace germanophone contemporain : jeux intermédiaux, modes de transfert, adaptations. - Villeneuve d'Ascq, 2013
Source (series)
Germanica ; 53
Germanica: études germaniques. - Villeneuve d'Ascq; 53
ISSN
0984-2632
Carrier
E
Target language
German (ger)
Affiliation
University of Antwerp
Abstract
Der Schweizer Autor Friedrich Dürrenmatt schrieb 1958 das Drehbuch für den sehr erfolgreichen Kriminalfilm Es geschah am hellichten Tag. Im gleichen Jahr bearbeitete er den Drehbuchtext für seinen Roman Das Versprechen Requiem auf den Kriminalroman. Hier kritisiert Dürrenmatt die Trivialisierung des Kriminalromans und genauer betrachtet auch die in seinen Augen naive Narrativik, wie sie bei Verfilmungen angewandt wird. Dürrenmatts Roman, bzw. sein Drehbuch wurden zwischen 1979 und 2001 noch fünf Mal verfilmt. Auf diese Art wird also der Kriminalroman, dessen Requiem Dürrenmatt bereits 1958 komponierte, zum filmischen « Wiederholungstäter ». Gerade diese Reihenfolge verschiedener Fassungen und Auffassungen, verschiedener Verbuchungen und Verfilmungen macht den Fall Dürrenmatt interessant für die Adaptionsforschung. Im vorliegenden Artikel werden folgende Fragen besprochen: Was fügt Dürrenmatt seinem eigenen Drehbuch hinzu, um einen Roman zu erhalten ? Welche Intertextualität verbindet Drehbuch, Roman und die verschiedenen Verfilmungen ? Wie kommt es zur textuellen Bindung von Film und Text, bzw. von Übertragung und Transformation ?
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