Title
Hydrodynamik des Liquor cerebrospinalis : eine NeubewertungHydrodynamik des Liquor cerebrospinalis : eine Neubewertung
Author
Faculty/Department
University Hospital Antwerp
Research group
UZA
Publication type
article
Publication
Subject
Human medicine
Source (journal)
Osteopathische Medizin : Zeitschrift für ganzheitliche Heilverfahren. - -
Volume/pages
15(2014):1, p. 4-12
ISSN
1615-9071
Carrier
E
Target language
German (ger)
Full text (Publishers DOI)
Abstract
Die bisher geläufige Modellvorstellung vom Liquor cerebrospinalis (LCS) wird angesichts neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse zunehmend infrage gestellt. Diesem Modell zufolge bildet sich LCS vorrangig in den Plexus choroidei (PC), fließt dann aus den Ventrikeln in die Subarachnoidalräume und wird hauptsächlich in den Arachnoidalzotten (AV) reabsorbiert. Dieses Modell basiert offenkundig auf unzulänglichen Untersuchungen und auf Fehlinterpretationen. Aus der vorliegenden Literaturauswertung ergeben sich zahlreiche Belege für eine neue Hypothese zur Physiologie der LCS. Der Kernpunkt: LCS wird in der gesamten Funktionseinheit von LCS und interstitieller Flüssigkeit (IF) gebildet und reabsorbiert. IF und LCS werden in erster Linie in den Wänden der Kapillaren des ZNS gebildet und reabsorbiert. Plexus choroidei, Arachnoidalzotten und Lymphgefäße sind demnach für die LCS-Hydrodynamik eher nachrangig. Größere Bedeutung für die Absorption von LCS könnten die Lymphgefäße jedoch bei steigendem LCS-IF-Druck erhalten. Dieses von Grund auf neu formulierte Verständnis von der LCS-Hydrodynamik könnte sich in ihrer Konsequenz auf die Forschung, auf Publikationen und auch auf osteopathische Behandlungen auswirken.
E-info
https://repository.uantwerpen.be/docman/iruaauth/8e4b6f/284846c5107.pdf